Pfadfinderische Methodik

“Wir glauben, dass Pfadfinden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mehr als ein Abenteuer bietet. Unsere Mitglieder lernen aufrichtig und engagiert, ihr Leben und ihr Umfeld zu gestalten. Dabei machen sie immer wieder neue Erfahrungen, die ihr Leben bereichern. Wir wollen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten unterstützen. Dabei steht die Lebenswelt unserer Mitglieder im Vordergrund. Gemeinsam mit ihnen wollen wir eine gerechte und lebenswerte Welt mitgestalten.” 

-offizielle Seite der DPSG

Neben dem Pfadfinderversprechen und dem Pfadfindergesetz beruht die pfadfinderische Pädagogik auf einigen Grundpfeilern, von denen viele noch auf den Gründer der Pfadfinderbewegung zurückgehen und die heute moderner denn je sind. Die verschiedenen Prinzipen werden in allen Altersgruppen altersgerecht angewendet.

Learning by doing

Gelernt wird vor allem durch Erfahrung. Kinder und Jugendliche haben bei den Pfadfindern die Möglichkeit, ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen auszutesten, frei von Leistungsdruck und im Kreis von Bekannten.

Look at the boy/girl

Bei den Pfadfindern wird jeder so angenommen, wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen. Vor allem Gruppenleiter und -leiterinnen nutzen das Prinzip  look at the boy/girl, indem sie ihre Kinder- und Jugendlichen genau kennenlernen und individuell fördern und fordern.

Abenteuer und Verantwortung

Bei den Pfadfindern haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, echte Abenteuer und Freiheit zu erleben. Diese Freiheit bringt aber auch große Verantwortung mit sich. Um zu lernen, mit dieser Verantwortung umzugehen, herrschen in der Gruppenstunde, auf dem Lager und auf Fahrt klare, nachvollziehbare Regeln, die von den Großen wie den Kleinen eingehalten werden.

Projektmethode

Vor allem in den Gruppenstunden, aber auch auf Fahrt arbeiten Pfadfinder mit der Projektmethode. Kleinere Einheiten werden in Projektform durchgeführt, deren Inhalt und Durchführung von den Leitern und Grüpplingen gemeinsam erarbeitet wird. So wird Mitbestimmung, Toleranz und Kompromissbereitschaft gelernt.

Prinzip der Kleingruppen

Jeder Pfadfinder ist Teil einer Gruppe, einer Schicksalsgemeinschaft aus Pfadfindern seines Alters. Die Einbindung in diese feste Gruppe, die Sicherheit und Vertrauen bietet, fördert zwischenmenschliche Kompetenzen und schafft Selbstvertrauen.

Reflektion und Feedback

Sich und andere zu hinterfragen und seine eigenen und fremde Beweggründe zu verstehen gehört zur Entwicklung eines starken Charakters dazu. Bei den Pfadfindern wird gefördert, konstruktives Feedback zu geben und zu bekommen und offen über Gutes und Schlechtes zu reflektieren.

Lernen durch Vorbild

Die Gruppenleiter sind selbst Pfadfinder und bemühen sich, mit gutem Vorbild voranzugehen, und stets ehrlich und verantwortungsbewusst zu sein. Das beinhaltet auch, dass sie immer offen für Kritik und Anregung sind und auch Fehler eingestehen, falls welche gemacht wurden.

Spiritualität

Die Pfadfinderbewegung wurde auf den christlichen Grundsätzen gegründet, steht aber allen Menschen, jeder Konfession und jeder Herkunft offen.